Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Islamischer Staat – Provinz Khorasan
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Der Islamische Staat – Provinz Khorasan (arabisch ŰȘÙ†ŰžÙŠÙ… Ű§Ù„ŰŻÙˆÙ„Ű© Ű§Ù„Ű„ŰłÙ„Ű§Ù…ÙŠŰ© - ÙˆÙ„Ű§ÙŠŰ© ŰźŰ±Ű§ŰłŰ§Ù†, DMG ad-daula al-islāmÄ«ya - wilāya áž«urāsān), kurz ISPK (auch IS-K, ISK, ISIS-K oder Daesh–Khorasan) ist der afghanische Ableger der islamistischen Terrororganisation Islamischer Staat (IS).

Contents

‱ Name
‱ 2015
‱ Seit 2021
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Name

Der ISPK versteht sich als „Provinz“ (wilaya) des Islamischen Staats. Der Name bezieht sich auf die historische Provinz Chorasan, die im siebten Jahrhundert von ÊżUthmān ibn ÊżAffān erobert wurde. GemĂ€ĂŸ einer angeblichen Prophezeiung aus den Hadithen soll in Chorasan der Mahdi erscheinen. Neben Afghanistan und Iranisch-Khorasan beansprucht der ISPK auch die iranischen Provinzen Kerman und Sistan und Belutschistan sowie Zentralasien, Pakistan und Indien.cite-ref-1[1]cite-ref-2[2]

GrĂŒndung und Vorgeschichte

Vorgeschichte (bis 2013/2014)

Die Grenzregionen entlang der Durand-Linie boten seit Jahrzehnten RĂŒckzugs- und EinsatzrĂ€ume fĂŒr afghanische Taliban, Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP), Al-Qaida (AQ), das Haqqani-Netzwerk und die Islamische Bewegung Usbekistans (IBU). Auch SchwarzmĂ€rkte – Drogenhandel, Erpressung, illegaler Bergbau, Waffenschmuggel – stĂ€rkten die Finanzierungsbasis der verschiedenen Akteure. ZusĂ€tzlich erschwerten politische Spannungen zwischen Pakistan und den jeweiligen Regierungen in Kabul eine effektive Grenzsicherung.cite-ref-4[3.1] Nach dem Sturz des Taliban-Emirats durch die US-gefĂŒhrte Intervention im Jahr 2001 formierte sich in Afghanistan eine erneute Aufstandsbewegung, deren Kern die Taliban bildeten. Das Ziel war es, die eigene Herrschaft wiederherzustellen oder die in Kabul etablierte Republik zumindest zu politischen ZugestĂ€ndnissen zu zwingen. Anders als die Taliban, die bereits in den 1990er Jahren ein Staatsgebilde gefĂŒhrt hatten, verfĂŒgten viele andere aktive jihadistische Organisationen in der Region ĂŒber keine vergleichbare Regierungserfahrung. Ihr Spektrum reichte von belutschistischen Gruppen ĂŒber zentralasiatische Organisationen mit dem Ziel, die Regime ihrer Heimatstaaten zu stĂŒrzen, bis hin zu pakistanischen Gruppierungen, die entweder einen Scharia-Staat in Pakistan anstrebten oder in Afghanistan kĂ€mpften. Zahlreiche dieser Akteure waren – im Unterschied zu den vorwiegend national ausgerichteten Taliban – unterschiedlich in transnationale jihadistische Netzwerke eingebunden und verknĂŒpften lokale Konflikte mit der Idee eines globalen Jihad.cite-ref-6[4.1]

Bis 2011 hatte sich Afghanistan zu einer der zentralen Zonen des regionalen Jihadismus entwickelt. Innerhalb der Taliban bildeten sich mehrere Fraktionen heraus, darunter die Quetta-, Peshawar- und Miran-Shah-Schura; 2014 entstand das sogenannte „Mashhad Office“cite-ref-7[4.2], das sich 2016 von der Quetta-Schura löste, wĂ€hrend die Peshawar-Schura im selben Jahr in zwei Teile zerfiel, wovon einer zur „Schura des Nordens“ wurde.cite-ref-7-1[4.2] Parallel unterhielt die Hizb-i Islami unter Gulbuddin Hekmatyar bis zu ihrem Abkommen mit Kabul (2016) einen kleineren, regional begrenzten Aufstand.

In Pakistan agierten zeitgleich Hunderte Gruppierungen, darunter Lashkar-e-Taiba (LeT), Sepah-e-Sahaba, die Tehrik-e-Taliban Pakistan mitsamt Splitterfraktionen wie Jamaat-ul-Ahrar, ferner Jaish-e Mohammad (JeM), Lashkar-e-Jhangvi (LeJ), Harakat-ul-Mujahidin und Jundullah. In Iran – vor allem in Belutschistan – traten Organisationen wie Jundullah, Harakat-e-Ansar-e-Iran, Jaish al-Adl und Harakat-e-Islami Sistan hervor. In Zentralasien wirkten unter anderem Jamaat Ansarullah (Tadschikistan), sowie spĂ€ter Harakati Islamii Tajikistan und die nach dem ehemaligen tadschikischen Offizier benannte Formation Harakati Islamii Gulmorad Halimov. Neben national verankerten Organisationen befanden sich in der Region auch transnationale Netzwerke. Hierzu zĂ€hlten die Islamische Bewegung Usbekistans, uigurische Formationen wie die Turkestan Islamic Party (TIP) und tschetschenische KĂ€mpfer, die dem „Kaukasus-Emirat“ zugerechnet wurden. Viele dieser Akteure waren ĂŒber KontaktkanĂ€le, Ausbildungsbeziehungen und FinanzflĂŒsse mit Al-Qaidacite-ref-8[4.3] oder dem „Islamischen Staat“ (IS) verbunden. Besonders Al-Qaida funktionierte als logistischer und ideologischer Knotenpunkt, obwohl die Zahl der Kernmitglieder in Afghanistan und Pakistan nach 2001 begrenzt blieb. Diese Funktion als „Zentrale“ förderte den Austausch zwischen lokalen und auswĂ€rtigen Akteuren und trug dazu bei, dass die KriegsschauplĂ€tze am Hindukusch, in Iran-Belutschistan und in den zentralasiatischen Grenzregionen miteinander verwoben blieben.cite-ref-9[4.4]

Seit etwa 2010 verschoben sich Wahrnehmungen innerhalb jihadistischer Milieus. In Teilen der Taliban-FĂŒhrung wuchs die Bereitschaft, politische GesprĂ€che mit Kabul zu suchen. Die Aussicht auf eine Verhandlungslösung schwĂ€chte – in den Augen mancher Sympathisanten – die Position der Taliban als treibende Kraft des bewaffneten Widerstands. Zugleich verĂ€nderte der Ausbruch des syrischen BĂŒrgerkrieges die strategischen PrioritĂ€ten der Organisationen. Al-Qaidas Netzwerke in Afghanistan und Pakistan begannen ab 2012 verbĂŒndeten Kommandeuren zu empfehlen, KĂ€mpfer nach Syrien zu entsenden. Das Ziel dahinter war das Narrativ eines „globalen Jihad“ zu stĂ€rken, neue Finanzquellen zu erschließen und den eigenen Einfluss in der weiteren Region „Khorasan“ auszubauen. Eine entscheidende Rolle spielte der TTP-Kommandeur Hafiz Saeed Khan, der im Juli 2012 ein erstes Kontingent von Freiwilligen nach Syrien schickte (zunĂ€chst zu Jabhat al-Nusra). Auch das Haqqani-Netzwerk und Teile der Peshawar-Schura beteiligten sich daran. Ein Teil der Motivation lag in den höheren Soldzahlungen im syrisch-irakischen Raum, die die Rekrutierung im Vergleich zum afghanischen Kampfgebiet attraktiver erscheinen ließen. An den Syrienkrieg knĂŒpften auch weitere Gruppen aus „Khorasan“ an, darunter Lashkar-e-Taiba, Lashkar-e-Jhangvi, Jaish ul-Adl und die Islamische Bewegung Usbekistans. WĂ€hrend UnterstĂŒtzungsleistungen anfangs ĂŒberwiegend Jabhat al-Nusra galten, wechselten seit 2013/2014 einige KĂ€mpfer zum „Islamischen Staat“.cite-ref-2-10-0[5] Die Neuausrichtung beruhte zum einen auf der Wahrnehmung einer grĂ¶ĂŸeren finanziellen LeistungsfĂ€higkeit des IS, zum anderen auf Zweifeln an der VerlĂ€sslichkeit traditioneller Geldgeber. Außerdem stand die BerfĂŒrchtung im Raum, dass Friedensverhandlungen die FĂŒhrungsstrukturen der Taliban schwĂ€chen könnten und die Ausgrenzung von Hardlinern – den Vertretern der radikalsten FlĂŒgels der Gruppe – zur Konsequenz hĂ€tten. Vor diesem Hintergrund erschien der IS manchen Akteuren als mögliche Alternative zu den afghanischen Taliban und der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP).cite-ref-11[4.5] Die wachsende Bewegungskraft in Richtung IS spiegelte sich auch in organisatorischen Handlungen. Noch vor der offiziellen IS-Kalifatsproklamation im Juni 2014 veranlassten SpitzenfunktionĂ€re des IS (darunter Abu Bakr al-Baghdadi, Muslim Turkmani und Abu Omar al-Shishani) RĂŒckkehrer aus Syrien und dem Irak, in Afghanistan, Pakistan, Zentralasien und Iran eine regionale Struktur aufzubauen. Bereits im April 2014 ernannte al-Shishani den Afghanen Qari Wali Rahman zum ReprĂ€sentanten des IS in der Region Afghanistan und Pakistan. Die ersten sichtbaren Spuren in Afghanistan waren Propagandamaterialien im Sommer 2014 und gegen Jahresende mehrten sich Berichte ĂŒber Trainingslager, unter anderem in Kunar.cite-ref-12[4.6]

FrĂŒhes Aufkommen und Formierung (2014–2015)

Die Vorphase bis 2014 war von zwei Entwicklungen gekennzeichnet. Es herrschte weiterhin eine ausdifferenzierte Gewaltlandschaft in der Region „Khorasan“, in der Taliban-Fraktionen, TTP-Splitter, AQ-verbundene Netzwerke und transnationale Formationen nebeneinander agierten. Hinzu kam eine Kontroverse innerhalb al-Qaidas: Im FrĂŒhjahr 2014 wandten sich mehrere hochrangige Kader dem „Islamischen Staat“ zu und legten ihm einen Treueeid ab. Der dadurch ausgelöste Elitentransfer trug dazu bei, dass der sich formierende „Islamische Staat Khorasan“ (IS-K/ISPK) von Beginn an auf erfahrene Kommandeure und Ausbilder zurĂŒckgreifen konnte. Der organisatorische Grundstein fĂŒr die spĂ€tere „Wilayat Khorasan“ wurde im Laufe des Jahres 2014 gelegt. In verschiedenen RĂ€umen Afghanistans und Pakistans entstanden parallel voneinander unabhĂ€ngige, pro-IS orientierte Netzwerke, die zunĂ€chst ohne ĂŒbergeordnete Koordination agierten. Diese orientierten sich aber ideell und personell am „Islamischen Staat“ in Syrien und im Irak. Die Kontakte waren teils informell, teils durch UnterhĂ€ndler vorbereitet.cite-ref-13[6]cite-ref-14[3.2] Zu den frĂŒhesten Kernen zĂ€hlte das von Abdul Rauf Khadim aufgebaute Netzwerk in Helmand. Khadim, vormals Mitglied des Taliban-MilitĂ€rrats und 2007 aus dem US-Lager Guantanamo entlassen, setzte nach seiner RĂŒckkehr auf eine eigene Organisationsstruktur. Er hatte bereits im Jahr 2012 Freiwillige nach Syrien entsendet und pflegte enge Verbindungen zur IS-FĂŒhrung.cite-ref-15[4.7] Im Januar 2015 bekannte er sich öffentlich zum IS und begann KĂ€mpfer in Helmand und in angrenzenden Provinzen zu werben. Im Februar 2015 wurde Khadim bei einem Drohnenangriff getötetcite-ref-16[7]cite-ref-17[8], worauf sein Neffe Wahidullah Wahid ihn ersetzte.cite-ref-18[4.8] Ein weiterer Kern entstand um Azizullah Haqqani, einen hochrangigen Kommandeur des Haqqani-Netzwerks. Nach seiner RĂŒckkehr nach Wasiristan im Jahr 2014 versammelte er etwa 600 KĂ€mpfer, erklĂ€rte am 11. August 2014 den Anschluss an den IS und begann Freiwillige zu rekrutieren.cite-ref-19[4.9]cite-ref-20[9] Parallel entstand in Pakistan eine der wichtigsten Keimzellen: die Tehrik-e-Khilafat Pakistan (TKP). Sie wurde am 15. Juli 2014 von abtrĂŒnnigen Kommandeuren der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) gegrĂŒndet – darunter Hafiz Saeed Khan (Orakzai), Shahidullah Shahid (ehemaliger TTP-Sprecher), Mufti Hassan Swati (Peshawar), Khalid Mansoor (Hangu), Gul Zaman (Khyber), Hafiz Dawlat Khan (Kurram), Abdul Bahar Mehsud (Waziristan) und Abu Bakr (Bajaur) – und am 14. August 2014 öffentlich verkĂŒndet. Den GrĂŒndern folgten mehrere Hundert KĂ€mpfer; interne Angaben bezifferten die AusgangsstĂ€rke der TKP auf rund 2.000 Mitglieder, darunter ein erheblicher Anteil an RĂŒckkehrern aus Syrien sowie Neurekrutierten.cite-ref-21[10]cite-ref-22[4.10] Diese parallel entstandenen Netzwerke bildeten die Grundlage fĂŒr eine spĂ€tere organisatorische Konsolidierung unter dem Dach einer „Provinz Khorasan“. Trotz interner Spannungen, externer Eingriffe und teils entschlossener Gegenwehr der Taliban gelang es dem IS-Lager, im Zeitraum 2014/15 in Afghanistan und Pakistan erste belastbare PrĂ€senz zu etablieren und Rekrutierungs- sowie Logistiklinien aufzubauen. Neuere Darstellungen verweisen auf die breite Koalitionsbildung und Defektionsdynamik dieser Jahre: Neben TTP-Fraktionen und Taliban-Aussteigern traten auch AQ-ÜberlĂ€ufer und lokale Salafis bei. Dazu verschafften vereinzelte Kooperationen mit Gruppen wie Lashkar-e-Jhangvi, Lashkar-e-Islam oder Jamaat-ul-Ahrar einen Zugang zu Versorgungsrouten und stĂ€dtischen Netzen.cite-ref-23[3.3]

Offizielle Etablierung (ab 2015)

Am 26. Januar 2015 verkĂŒndete der IS-Sprecher Abu Muhammad al-Adnani die GrĂŒndung der „Wilayat Khorasan“.cite-ref-24[11] Mit dieser Proklamation wurden zuvor lose und rĂ€umlich voneinander getrennt agierende Pro-IS-Netzwerke in Afghanistan und Pakistan unter einem gemeinsamen organisatorischen Dach zusammengefĂŒhrt. In der Außendarstellung traten die Gruppen fortan einheitlich als „Daesh Khorasan“ bzw. „Khilafat Islami“ auf. Die Herkunft aus Unterstrukturen – etwa aus der Tehrik-e-Khilāfat Pakistan (TKP) oder aus Haqqani-Abspaltungen – verlor in der öffentlichen Kommunikation an Bedeutung, blieb an der Basis jedoch zunĂ€chst wirksam.cite-ref-15-1[4.7] Die Leitung der neuen Provinz ĂŒbernahm Hafiz Saeed Khan, der bereits im Januar 2015 von Abu Bakr al-Baghdadi zum ersten Gouverneur (WālÄ«) ernannt wurde; als Sprecher fungierte Shahidullah Shahid. UnterstĂŒtzt wurde die FĂŒhrungsebene von weiteren frĂŒheren TTP- und LeJ-Kommandeuren. Parallel etablierte IS-Zentral binnen weniger Monate einen „SonderreprĂ€sentanten“ als politischen Aufseher, der die Einhaltung zentraler Vorgaben ĂŒberwachte und die direkte Verbindungskette nach Syrien/Irak sicherstellte. Der „IS-Khorasan“ durfte sich zwar im operativen Rahmen weitestgehend autonom bewegen, jedoch beanspruchte IS-Zentral FĂŒhrungsfragen und die ideologische Ausrichtung (sowie die damit verbundene KonformitĂ€t aller zugehörigen Gruppen) fĂŒr sich.cite-ref-25[3.4]cite-ref-26[4.11] Die Beziehung zu IS-Zentral war in der FrĂŒhphase durch regelmĂ€ĂŸige Berichtslagen und Rundschreiben strukturiert. IS-K ĂŒbermittelte monatliche Berichte zu Operationen, Medienausgaben und organisatorischen Änderungen. Ein Bericht, welcher nach dem Tod von Hafiz Saeed Khan im Juli 2016 verfasst wurde, meldete die Einrichtung eines Emiren, einer militĂ€rischen Schura, einer Scharia-Schlichtungskommission und eines „Office of Tribes“cite-ref-27[3.5] fĂŒr Stammeskontakte. Rundschreiben gaben Leitlinien zu Administration und Mediennutzung vor (beispielsweise fĂŒr die Streitbeilegung, Predigtinhalte, Konfiszierungen, Disziplinarmaßnahmen). Auch Finanz- und Logistikfragen wurden behandelt, denn Berichte aus 2016 verweisen auf FinanzengpĂ€sse, sowie durch LuftschlĂ€ge beeintrĂ€chtigte Medien- und Versorgungsstellen. Der IS bat im Juni 2016 um eine Alternative fĂŒr die Zustellung von Geldern an ISPK (unter anderem ĂŒber Dubai/Ägypten), um persönliche GeldĂŒbergaben zu ermöglichen. Zugleich enthielten die Lageberichte einen Überblick des Personals (Entwicklung der Mitgliederzahlen, Zuweisungen der FĂŒhrungspositionen, Übertritte und Bekennungen von FĂŒhrungspersonen anderer Gruppen, Auflistung von zugehörigen Gruppen) und der internen Streitigkeiten des ISPK.cite-ref-28[3.6] In kontrollierten Gebieten fĂŒhrte ISPK salafistisch geprĂ€gte Verbote/Gebote ein, darunter restriktive Regeln zu Musik und Praktiken an Schreinen, außerdem ein striktes Drogenverbot. Quellen berichten ab 2016 von der Vernichtung von AnbauflĂ€chen, der Auferlegung von Bußgeldern und Sicherstellungen von Rauschmitteln. Zugleich erschienen Hinweise auf Korruption beziehungsweise einzelne Lockerungen der Verbote. Die Gruppe versuchte zwar lokale Einnahmen zu erschließen (Besteuerung, Abgaben, Kontrolle wirtschaftlich relevanter Sektoren), blieb aber in den Anfangsjahren von Geldern aus dem Ausland abhĂ€ngig. Inspektoren der IS-Zentrale prĂŒften regelmĂ€ĂŸig Kassen und AblĂ€ufe in Dubai, Pakistan und Afghanistan.cite-ref-29[4.12]

Die strategische Planung des ISPK sah Afghanistan als primĂ€ren Einsatz- und potenziellen RĂŒckzugsraum, wobei einige GrĂŒnde hierfĂŒr die unĂŒbersichtlicher Topographie und eine schwĂ€chere staatliche Kontrolle waren. WĂ€hrenddessen fungierte Pakistan zunĂ€chst als logistischer Standort. Das Vorgehen der Gruppe richtete sich in den Regionen Afghanistans auf zwei Modelle: den Aufbau kleinrĂ€umiger, leicht zu verteidigender Operationsorte zur schrittweisen Ausdehnung und Rekrutierung und die Erschaffung grĂ¶ĂŸerer Standorte als Kommando- und Logistikstandorte fĂŒr konventionellere Operationen. Diese PlĂ€ne betrafen Ghazni, Badachschan, Helmand, Zabul sowie spĂ€ter Dschuzdschan und Sar-i Pul. Die Rekrutierung ĂŒber die bestehenden kleinen und großen Operationsstandorte hinaus sollte durch den Einsatz verdeckt operierender Kommandos erfolgen. Diese Einheiten waren damit beauftragt, Gleichgesinnte, lokale StammesoberhĂ€upter ebenso wie weitere einflussreiche Personen aufzusuchen und ihnen die ideologischen GrundsĂ€tze der Organisation zu vermitteln. Ziel dieser AktivitĂ€ten war es, ein unterstĂŒtzendes soziales und politisches Umfeld zu schaffen, das eine spĂ€tere Gebietsausweitung erleichtern sollte. Die PrioritĂ€t lag dabei auf wirtschaftlich bedeutsamen Regionen und Standorten, deren Kontrolle zur finanziellen UnabhĂ€ngigkeit der Organisation beitragen konnte.cite-ref-30[4.13]

Hierbei spielte das Gebiet Nangarhar eine zentrale Rolle. Ab dem Jahr 2015 wurde die Region zum Haupteinsatzgebiet der Organisation und war zunĂ€chst als Kommandozentrale vorgesehen. Berichten zufolge existierte jedoch kein einheitlicher Plan innerhalb der Gruppe, die Region gezielt einzunehmen. Das Vorhaben, die Kontrolle ĂŒber Teile Nangarhars zu ĂŒbernehmen, ergab sich vielmehr aus der NĂ€he zu lokalen UnterstĂŒtzern, der geografischen Beschaffenheit des Mohmand-Tals im Distrikt Atschin – welches sich als gĂŒnstiger Verteidigungspunkt erwies – und dem Einfluss der Geldgeber des ISPK. In der Anfangsphase wurde seitens des ISKP das Narrativ vertreten, dass die Taliban in Afghanistan eine zu dominante PrĂ€senz innehĂ€tten und den Vormarsch des ISKP störten. Ziel war es, die Taliban durch die Unterbrechung von Versorgungsrouten und die Übernahme von Steuerquellen in Nangarhar zu schwĂ€chen. Da sich der ISKP zu diesem Zeitpunkt noch im Aufbauprozess befand, galten derartige Vorhaben als ĂŒberambitioniert. Die unmittelbare PrioritĂ€t lag vielmehr in der Etablierung einer stabilen PrĂ€senz in Afghanistan, sowie in der Rekrutierung neuer Mitglieder, um langfristig grĂ¶ĂŸere Operationen durchfĂŒhren zu können. Ein Beispiel fĂŒr ein solches Verteidigungslager befand sich in Sherzad (Nangarhar), wo rund 150 KĂ€mpfer stationiert waren. Ein weiterer Einsatzort war Zabul, der ebenfalls als strategischer Knotenpunkt vorgesehen war. Im Verlauf des Jahres 2015 berichteten verschiedene Quellen wiederholt ĂŒber ISPK-AktivitĂ€ten in diesen Gebieten, die sich ab November desselben Jahres verfestigten. KĂ€mpfe zwischen den Taliban und dem ISKP sowie dessen VerbĂŒndeten der Islamischen Bewegung Usbekistans (IBU) bestĂ€tigten diese Entwicklungen. Im Jahr 2016 verlagerte der ISKP seine AktivitĂ€ten verstĂ€rkt nach Warduj, wĂ€hrend 2017 insbesondere der Norden Zabuls, Kunar und das Mohmand-Tal in Nangarhar als zentrale strategische Gebiete galten.cite-ref-31[4.14]

Die PrĂ€senz des ISKP in Pakistan um 2015 war im ersten Jahr von gegenseitiger ZurĂŒckhaltung geprĂ€gt. Der ISKP mied direkte Angriffe auf den pakistanischen Staat, fokussierte sich stattdessen auf schiitische Ziele (unter anderem Kurram oder Quetta) und nutzte Pakistan fĂŒr logistische Zwecke. Die pakistanische Regierung und dessen Geheimdienst (ISI) hingegen beobachteten den ISPK ohne anfangs die von ihm ausgehende Gefahr ernst zu nehmen. Dieses Verhalten fĂŒhrte zu Spekulationen ĂŒber verdeckte Kontakte zwischen ISPK und Teilen des Geheimdienstes ISI. Ehemalige Mitglieder berichteten von logistischer UnterstĂŒtzung, wĂ€hrend offizielle Stellen dies zurĂŒckwiesen. Wahrscheinlich verfolgte Pakistan eine pragmatische Politik aus Duldung, punktueller Kooperation und gelegentlicher EindĂ€mmung, abhĂ€ngig von der jeweiligen Interessenlage.cite-ref-32[4.15] Ab 2016 Ă€nderte sich das VerhĂ€ltnis deutlich. Nach den GrenzzusammenstĂ¶ĂŸen bei Torchamcite-ref-33[12] suchte die ISI verstĂ€rkt den Kontakt zu ISPK und versuchte die Organisation zu infiltrieren. Gleichzeitig verĂŒbte ISPK mehrere schwere AnschlĂ€ge auf pakistanischem Boden, darunter den Angriff auf das Krankenhaus in Quetta im August 2016, den Anschlag auf die Polizeiakademie von Quetta im Oktobercite-ref-34[13] und auf ein Sufi-Heiligtum in Belutschistan im November.cite-ref-35[14] Anfang 2017 berichteten Quellen von einer zunehmenden Verlagerung in pakistanische StĂ€dte wie Peshawar, Lahore, Islamabad und Quetta. Zugleich verschoben sich die PrioritĂ€ten der Organisation. Innerhalb von ISPK und unter bestimmten Geldgebern wuchs der Druck, chinesische Interessen in Pakistan anzugreifen. Uigurische und hui-muslimische Mitglieder drĂ€ngten auf AnschlĂ€ge gegen wirtschaftliche und symbolische Ziele, um neue Finanzquellen zu sichern.cite-ref-36[4.16]cite-ref-spiegel22-37-0[15]

RivalitÀt mit den Taliban

Der IS warf den Taliban vor, in Pakistan mit dem dortigen MilitĂ€rgeheimdienst Inter-Services Intelligence (ISI) und im Iran mit den schiitischen iranischen Revolutionsgarden zu kooperieren, was fĂŒr den IS einen Verrat an eigenen islamistischen Überzeugungen darstellt. Die IS betrachten die Taliban daher als vom Glauben Abgefallene, die zu töten seien.cite-ref-spiegel22-37-1[15] Trotz der starken RivalitĂ€t – dem Kampf um die Herrschaft in Afghanistan – zwischen dem ISPK und den al-Qaida nahestehenden Taliban, sind die Grenzen zwischen den Taliban und dem IS durchlĂ€ssig: Frustrierte TalibanfĂŒhrer aus Afghanistan und Pakistan fanden beim IS eine attraktive Alternative, da sie in dessen Hierarchie schnell aufsteigen konnten. Der IS zahlt zudem vergleichsweise gute GehĂ€lter. Anfangs kam das Geld des ISPK aus der Mutterorganisation IS in Syrien und dem Irak, dann zunehmend von privaten Spendern aus den Anrainerstaaten des Arabischen Golfs.cite-ref-spiegel22-37-2[15]

Nach der erneuten MachtĂŒbernahme der Taliban in Afghanistan im Jahr 2021 versuchten sich die Taliban von dem Einfluss des pakistanischen Geheimdienstes ISI zu lösen. Indizien, Zeugen und offiziellen Stellungnahmen der Taliban zufolge finanziert der ISI seit der MachtĂŒbernahme der Taliban in Afghanistan dessen Konkurrenten ISPK.cite-ref-spiegel24-38-0[16] Nach ihrer MachtĂŒbernahme in Afghanistan haben die Taliban in Haft befindliche IS-Mitglieder außergerichtlich hingerichtet.cite-ref-39[17]

FĂŒhrung und Anwerbung

Ein Großteil der operativen Befehlshaber des ISPK sollen Tadschiken sein, wobei nicht klar sei, ob sie aus Tadschikistan stammen oder der tadschikischen Bevölkerung in Afghanistan angehören.cite-ref-12-40-0[18]

Der ISPK wirbt insbesondere tadschikische Gastarbeiter in Russland gezielt mit zahlreichen Botschaften in tadschikischer Sprache an. In Russland halten sich 1,3 Millionen Tadschiken, teils unter sklavenĂ€hnlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen, als Arbeitsmigranten auf. So werden sie dort teils um ihre Bezahlung betrogen, zu Dutzenden in Quartiere gepfercht und sind mit dem Rassismus vieler Russen konfrontiert. Familien- und Freundschaftsbande rissen unterdessen oft ab. Nach EinschĂ€tzung des britischen Politikwissenschaftlers und Tadschikistan-Experten Edward Lemon sind tadschikische ISPK-Mitglieder vor ihrer Anwerbung mitunter nicht unbedingt besonders religiös, sondern durch ihre Erfahrungen in Russland radikalisiert. Diese EinschĂ€tzung stĂŒtzt sich auf Angehörige von tadschikischen ISPK-Mitglieder, die selbiges berichten. Der tadschikische StaatsprĂ€sident Emomalij Rahmon, der selbst Muslim ist, implementierte in Tadschikistan zahlreiche repressive Maßnahmen, um dem Islamismus zu begegnen. Rahmon ließ im Zuge des wachsenden Einflusses des ISPK außerdem eine soziale Kampagne starten, um einer Radikalisierung von tadschikischen Gastarbeitern in Russland vorzubeugen.cite-ref-12-40-1[18]

Finanzierung

Ab 2015 begann der ISPK, Steuern auf Landwirtschaft, wirtschaftlichen AktivitĂ€ten und Schmuggel zu erheben. Einer Quelle zufolge betrugen die jĂ€hrlichen Steuereinnahmen Mitte 2015 etwa 25 Millionen US-Dollar, laut einer anderen Quelle beliefen sich die Einnahmen fĂŒr das erste Halbjahr 2016 auf etwa 33 Millionen US-Dollar. Externe UnterstĂŒtzung kommt vor allem von reichen Privatpersonen ĂŒberwiegend aus Saudi-Arabien, aber auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Katar. ISPK-Quellen zufolge kommen Spenden auch von den Staaten Saudi-Arabien, Katar und Kuwait. Im Jahr 2015 betrugen die Einnahmen von privaten Spendern 66 Millionen US-Dollar, von staatlichen UnterstĂŒtzern zwischen 63 und 115 Millionen US-Dollar; im Jahr darauf verdoppelten sich die Spenden von Privatpersonen auf 120 Millionen US-Dollar, wĂ€hrend sich die staatlichen Einnahmen auf 40 Millionen US-Dollar reduzierten.cite-ref-41[19]

AktivitĂ€t in „Khorasan“

2015

Im April 2015 bekannten sich Angehörige des ISPK mehrfach zu einem Anschlag in Dschalalabad, bei dem 30 Menschen ums Leben kamen und mehr als 100 verletzt wurden.cite-ref-42[20]

2016 bis 2020

Im Jahr 2017 hatte etwa einer von fĂŒnf Luftangriffen der USA in Afghanistan IS-Terroristen zum Ziel, die ĂŒbrigen die Taliban.cite-ref-2-10-1[5]

Nach den militĂ€rischen Niederlagen des IS im Irak (im Jahr 2017) und Syrien (im Jahr 2019) wurde Afghanistan zu einem RĂŒckzugsgebiet fĂŒr IS-Terroriste.cite-ref-3-43-0[21]

Von 2014 bis 2019 sind nach Angaben der afghanischen Regierung 45.000 Soldaten der afghanischen Nationalarmee im Kampf gegen islamistische Gruppierungen, wie den Taliban und den IS gefallen.cite-ref-44[22]cite-ref-45[23] Als sich der ISPK im Sommer 2018 in der Provinz Kunar weiter ausbreitete, kooperierten Regionalregierung und die Taliban militÀrisch in der Region miteinander, bis sie den IS dort im Februar 2020 besiegt hatten. Auch die US-amerikanische Luftwaffe mied dort in jener Zeit Angriffe auf die Taliban.cite-ref-46[24]


Seit 2021

Im Jahr 2021 ermordete der IS mehr Menschen in Afghanistan als anderswo: Insgesamt gab es 365 durch den ISPK verĂŒbte AnschlĂ€ge in Afghanistan, mit 2210 Todesopfern.cite-ref-3-43-1[21]

Am 26. August 2021 verĂŒbte der ISPK ein Selbstmordattentat am Flughafen Kabul. Dabei starben mindestens 185 Menschen, darunter 13 US-MilitĂ€rangehörige; mehr als 150 weitere wurden verletzt, darunter 18 US-MilitĂ€rangehörige.cite-ref-dos-47-0[25]cite-ref-48[26] Der AttentĂ€ter Abdul Rahman Al-Logari trug etwa 15 Kilogramm Sprengstoff in einer mit Kugellagern gefĂŒllten Tasche oder Weste bei sich. Al-Logari war vier Jahre zuvor in Indien verhaftet, nach Afghanistan ĂŒberstellt und im MilitĂ€rgefĂ€ngnis Bagram inhaftiert worden und gehörte zu den Tausenden von Gefangenen, die von den Taliban am 15. August freigelassen wurden.cite-ref-49[27]cite-ref-50[28] Im April 2023 gab das Weiße Haus bekannt, dass die Taliban in einer MilitĂ€roperation den AnfĂŒhrer der fĂŒr die Planung des Anschlags verantwortlichen Zelle getötet haben.cite-ref-51[29]

Die BombenanschlĂ€ge in der iranischen Stadt Kerman Anfang 2024 mit mehr als 90 Toten und mehreren hundert Verletzten sind mutmaßlich von Tadschiken, die dem ISPK zugerechnet werden, vorbereitet und ausgefĂŒhrt worden.

ISPK in Europa

Im Februar 2023 erhob die deutsche Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen russischen Staatsangehörigen und einen Mann mit deutscher sowie kosovarischer StaatsbĂŒrgerschaft wegen des Verdachts auf UnterstĂŒtzung respektive Mitgliedschaft in einer auslĂ€ndischen terroristischen Vereinigung, Gewaltdarstellung, Vorbereitung respektive Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefĂ€hrdenden Gewalttat, Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Beide standen in Kontakt mit dem ISPK, erhielten von diesem Anleitung beim Bau von SprengsĂ€tzen, riefen zu TerroranschlĂ€gen in Deutschland auf bzw. bereiteten solche vor und ĂŒbermittelten Geld an den ISPK in Afghanistan.cite-ref-52[30]

Im MĂ€rz 2023 bestĂ€tigte der deutsche Bundesgerichtshof in der Revision eine Verurteilung von fĂŒnf Tadschiken zu mehrjĂ€hrigen Freiheitsstrafen wegen Mitgliedschaft in einer auslĂ€ndischen terroristischen Vereinigung, Vorbereitung einer schweren staatsgefĂ€hrdenden Gewalttat, VerstĂ¶ĂŸen gegen das Waffen- und Außenwirtschaftsgesetz.cite-ref-53[31] Die MĂ€nner waren zwischen 2011 und 2017 nach Deutschland eingereist, ihre AsylantrĂ€ge wurden abgelehnt. Sie hatten sich dem ISPK angeschlossen, gemeinsam mit Weiteren eine Terrorzelle gebildet, sich Waffen verschafft und bereits Vorbereitungen fĂŒr einen dschihadistischen Sprengstoffanschlag in Deutschland getroffen.cite-ref-54[32]

Im Juli 2023 ließ die deutsche Bundesanwaltschaft sieben mutmaßliche Mitglieder einer islamistischen terroristischen Vereinigung festnehmen. Die kirgisischen, tadschikischen und turkmenischen StaatsbĂŒrger waren kurz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine von der Ukraine nach Deutschland eingereist und stehen unter dem Verdacht der Bildung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Inland. Sie standen in Kontakt zum ISPK. Sie hatten demzufolge mögliche Anschlagsziele in Deutschland ausgekundschaftet, versucht Waffen zu beschaffen und Geld an den ISPK ĂŒbermittelt.cite-ref-55[33]

Im Dezember 2023 wurden AnschlagsplĂ€ne auf den Kölner Dom und den Wiener Stephansdom mit dem ISPK in Verbindung gebracht.cite-ref-56[34] Am Heiligabend durchsuchte die Polizei in Wesel eine Wohnung und nahm fĂŒnf Personen vorlĂ€ufig fest. Vier von ihnen wurden am Folgetag wieder auf freien Fuß gesetzt; gegen einen 30-jĂ€hrigen Tadschiken wurde zur Gefahrenabwehr Langzeitgewahrsam bis zum 7. Januar 2024 verhĂ€ngt. Der den nordrhein-westfĂ€lischen Sicherheitsbehörden nach deren Angaben bis dahin nicht bekannte Mann wird verdĂ€chtigt, den Kölner Dom ausgespĂ€ht zu haben.cite-ref-57[35] Der Dom blieb zunĂ€chst fĂŒr touristische Besuche geschlossen, nur liturgische AktivitĂ€ten wurden fortgesetzt.cite-ref-58[36] Am 31. Dezember wurden bei Zugriffen in Duisburg, Herne und Nörvenich drei weitere VerdĂ€chtige festgenommen.cite-ref-59[37] Der in Wesel festgenommene Tadschike wurde im Februar 2024 wegen des Vorliegens eines von Österreich ausgestellten EuropĂ€ischen Haftbefehls dorthin ausgeliefert. Er soll den österreichischen Behörden zufolge Wien zweimal besucht haben und dabei den Prater und den Stephansdom fĂŒr eventuelle AnschlĂ€ge ausgekundschaftet haben. Auch habe er sich in Wien in einer FlĂŒchtlingsunterkunft mit einem 28-jĂ€hrigen Tadschiken und dessen 27-jĂ€hriger tĂŒrkischer Ehefrau getroffen; beide befinden sich ebenfalls wegen des Verdachts der Anschlagsplanung in Untersuchungshaft.cite-ref-60[38]

Am 19. MĂ€rz 2024 ließ die deutsche Bundesanwaltschaft im Raum Gera zwei afghanische Staatsangehörige festnehmen. Einer der beiden schloss sich im August 2023 von Deutschland aus dem ISPK als Mitglied an. Beide hatten zuvor bereits Gelder gesammelt und an Mitglieder des IS in Nordsyrien ĂŒbermitteln lassen. Einer der Beschuldigten wurde vom ISPK beauftragt, als Reaktion auf die Koranverbrennungen in Schweden und anderen skandinavischen LĂ€ndern einen Anschlag in Europa durchzufĂŒhren. Beide trafen in enger Absprache mit ISPK-FunktionĂ€ren konkrete Vorbereitungen fĂŒr einen tödlichen Schusswaffenangriff im Bereich des schwedischen ReichstagsgebĂ€udes in Stockholm.cite-ref-61[39]

Wenige Stunden nach dem Anschlag am Abend des 22. MĂ€rz 2024 in Krasnogorsk, einer Vorstadt in Moskau, in der Veranstaltungshalle Crocus City Hall, bekannte sich der ISPK ĂŒber den Telegram-Kanal seiner Nachrichtenagentur Amaq zu der Tat. Mehrere bewaffnete Personen töteten mindestens 137 Personen, ĂŒber 150 wurden verletzt.cite-ref-62[40]cite-ref-63[41] Die Angreifer hĂ€tten sich „sicher in ihre StĂŒtzpunkte zurĂŒckgezogen“.cite-ref-64[42] Der IS veröffentlichte ein Video des Terroranschlags, welches von einer Bodycam eines der AttentĂ€ter aufgenommen wurde.cite-ref-65[43] Dass Russland zum Anschlagsziel des ISPK wurde, hat nach einer EinschĂ€tzung auch mit einem intensiven diplomatischen Austausch Russlands mit dem Islamischen Emirat Afghanistan der Taliban zu tun.cite-ref-12-40-2[18] Die französische Regierung rief daraufhin am 24. MĂ€rz 2024 die höchste Terrorwarnstufe aus.cite-ref-66[44]

Die deutsche Bundesregierung sieht Stand 2024 eine abstrakte GefĂ€hrdung durch den ISPK in Deutschland.cite-ref-67[45] Nach Angaben des Verfassungsschutzes sind etwa 50 AnhĂ€nger des ISPK in Deutschland untergetaucht, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. WĂ€hrend der Fußball-Europameisterschaft 2024 werden Anschlagsversuche auf Großveranstaltungen befĂŒrchtet. Nach Lamya Kaddor (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) habe der IS seine AnhĂ€nger aufgerufen, auch außerhalb von Großveranstaltungen „blutige Massaker auf den Straßen Europas und Amerikas anzurichten.“cite-ref-68[46] Im von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) vorgestellten Lagebericht Islamismus geht vom ISPK neben radikalisierten EinzeltĂ€tern fĂŒr das Land Nordrhein-Westfalen die grĂ¶ĂŸte Bedrohung im Bereich islamistischer Terrorismus aus.cite-ref-69[47]

Die AktivitÀten des ISPK in Europa könnten einerseits damit zusammenhÀngen, dass dieser in Afghanistan selbst durch die Taliban unter Druck geraten ist; andererseits gibt es seit Anfang 2024 Hinweise auf ein neues Interesse Russlands und westlicher Staaten an einer Zusammenarbeit mit den Taliban, um diese AktivitÀten zu unterbinden.cite-ref-70[48]

Literatur

‱ Antonio Giustozzi: The Islamic State in Khorasan. Afghanistan, Pakistan and the New Central Asian Jihad. Hurst & Company, London 2018, ISBN 978-1-84904-964-1 (englisch).
‱ Amira Jadoon, Andrew Mines: The Islamic State in Afghanistan and Pakistan: strategic alliances and rivalries. Lynne Rienner Publishers, Boulder London 2023, ISBN 978-1-955055-85-7. Fehler in Vorlage:Literatur – *** Parameterproblem: Dateiformat/GrĂ¶ĂŸe/Abruf nur bei externem Link

Weblinks

Commons

: Islamischer Staat – Provinz Khorasan

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Fazelminallah Qazizai, Chris Sands: Faith and Vengeance: The Islamic State’s War in Afghanistan. In: New Lines Magazine. 1. August 2022; abgerufen am 28. MĂ€rz 2024 (englisch).

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Max Bearak: Behind the front lines in the fight to ‘annihilate’ ISIS in Afghanistan. In: Washington Post. 8. April 2023, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 11. Juni 2024]).
cite-note-22. ↑ The Islamic State Reaches Into Afghanistan and Pakistan. In: Stratfor. Abgerufen am 17. Mai 2024.
1. Vgl. Jadoon, Amira; Mines, Andrew: The Islamic State in Afghanistan and Pakistan Strategic Alliances and Rivalries. Boulder, CO, Lynne Rienner Publishers, 2023.
2. Vgl. Giustozzi, Antonio: The Islamic State in Khorasan: Afghanistan, Pakistan and the new Central Asian jihad. London: Hurst & Company, 2018.
cite-note-2-105. ↑ Max Bearak:„Behind the front lines in the fight to ‘annihilate’ ISIS in Afghanistan“ Washington Post vom 23. Juli 2017
cite-note-136. ↑ Zahir Shah Sherazi: Islamic State footprints surface in parts of Bannu. 13. November 2014, abgerufen am 12. November 2025.
cite-note-167. ↑ Afghanistan drone strike 'kills IS commander Abdul Rauf'. In: BBC News. 9. Februar 2015 (bbc.com).
cite-note-178. ↑ Afghanistan: "Islamischer Staat"-Rekrutierer offenbar getötet. In: Der Spiegel. 9. Februar 2015, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Februar 2022]).
cite-note-209. ↑ The Rise and Stall of the Islamic State in Afghanistan. 3. November 2016, abgerufen am 12. November 2025.
cite-note-2110. ↑ ISIS in Pakistan and Afghanistan: Taliban Fighters Sign Up, Commanders Say. 31. Januar 2015, abgerufen am 12. November 2025.
cite-note-2411. ↑ Wilayat Khorasan Stumbles in Afghanistan. 3. MĂ€rz 2016, abgerufen am 12. November 2025.
cite-note-3312. ↑ Rohan Joshi: The Torkham Incident: Why Afghanistan and Pakistan Exchanged Fire. 21. Juni 2016, abgerufen am 12. November 2025 (englisch).
cite-note-3413. ↑ Agencies: Daesh claims attack on Pakistani police college. 10. Oktober 2018, abgerufen am 12. November 2025 (englisch).
cite-note-3514. ↑ DIE ZEIT: Pakistan: IS bekennt sich zu Attentat auf muslimischen Schrein. In: Die Zeit. 12. November 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de).
cite-note-spiegel22-3715. ↑ Susanne Koelbl: »Islamischer Staat« in Afghanistan: BedrĂ€ngte Taliban, starker IS. In: Der Spiegel. 8. Februar 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Februar 2022]).
cite-note-spiegel24-3816. ↑ Christoph Reuter: (S+) Anschlag in Moskau: Wer steckt hinter dem IS-Ableger IS-K? In: Der Spiegel. 23. MĂ€rz 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 23. MĂ€rz 2024]).
cite-note-3917. ↑ Afghanistan-Experte zu Abschiebungen: "Taliban wĂŒrden das ausschlachten". In: tagesschau.de. 5. Juni 2024, abgerufen am 6. Juni 2024.
cite-note-12-4018. ↑ Ann-Dorit Boy: (S+) Anschlag in Moskau: Warum Tadschikistan so viele IS-Terroristen produziert. In: Der Spiegel. 29. MĂ€rz 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 30. MĂ€rz 2024]).
cite-note-4119. ↑ Antonio Giustozzi: The Islamic State in Khorasan. Afghanistan, Pakistan and the New Central Asian Jihad. Hurst & Company, London 2018, ISBN 978-1-84904-964-1, S. 161–164 (englisch, eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-4220. ↑ Erstes großes IS-Attentat in Afghanistan? (Memento vom 18. April 2015 im Internet Archive)
cite-note-3-4321. ↑ Susanne Koelbl: »Islamischer Staat« in Afghanistan: BedrĂ€ngte Taliban, starker IS. In: Der Spiegel. 8. Februar 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Februar 2022]).
cite-note-4422. ↑ Granaten treffen Gedenkfeier mit Spitzenpolitikern. In: Spiegel Online. 7. MĂ€rz 2019, abgerufen am 19. Juni 2019.
cite-note-4523. ↑ Gefahr von AnschlĂ€gen: Neue IS-Hochburgen in Afghanistan. tagesschau.de, abgerufen am 22. Juni 2019.
cite-note-4624. ↑ Christian Werner, Christoph Reuter: Im Tal der Krieger. In: Der Spiegel. 16. Juli 2021, abgerufen am 26. Juli 2021.
cite-note-dos-4725. ↑ Country Reports on Terrorism 2022. Außenministerium der Vereinigten Staaten, S. 238–239, abgerufen am 25. MĂ€rz 2024 (englisch).
cite-note-4826. ↑ Helene Cooper, Eric Schmitt, Thomas Gibbons-Neff: As U.S. Troops Searched Afghans, a Bomber in the Crowd Moved In. In: The New York Times. 27. August 2021, abgerufen am 25. MĂ€rz 2024 (englisch).
cite-note-4927. ↑ Andrew Quilty: August in Kabul. America’s Last Days in Afghanistan. Bloomsbury Academic, London 2023, ISBN 978-1-350-37031-9, S. 211 (englisch).
cite-note-5028. ↑ Eric Schmitt: U.S. Military Focusing on ISIS Cell Behind Attack at Kabul Airport. In: The New York Times. 1. Januar 2022, abgerufen am 25. MĂ€rz 2024 (englisch). Eric Schmitt, Helene Cooper: Lone ISIS Bomber Carried Out Attack at Kabul Airport, Pentagon Says. In: The New York Times. 4. Februar 2022, abgerufen am 25. MĂ€rz 2024 (englisch).
cite-note-5129. ↑ Karoun Demirjian, Eric Schmitt: Taliban Kill Head of ISIS Cell That Bombed Kabul Airport. In: The New York Times. 25. April 2023, abgerufen am 25. MĂ€rz 2024 (englisch).
cite-note-5230. ↑ Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied sowie einen mutmaßlichen UnterstĂŒtzer der auslĂ€ndischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat (IS)“ erhoben. Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 16. MĂ€rz 2023, abgerufen am 27. Dezember 2023.
cite-note-5331. ↑ Verurteilung von fĂŒnf Angeklagten wegen Mitgliedschaft im IS rechtskrĂ€ftig. Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs. Bundesgerichtshof, 13. Juni 2023, abgerufen am 28. Dezember 2023.
cite-note-5432. ↑ OLG DĂŒsseldorf, Urteil vom 31.05.2022 - 6 StS 1/21. In: Openjur. Abgerufen am 28. Dezember 2023.
cite-note-5533. ↑ Festnahme von sieben mutmaßlichen Mitgliedern einer islamistischen terroristischen Vereinigung. Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 6. Juli 2023, abgerufen am 27. Dezember 2023.
cite-note-5634. ↑ Christian Parth: Terrorgefahr an Heiligabend. In: Die Zeit. 25. Dezember 2023, abgerufen am 27. Dezember 2023.
cite-note-5735. ↑ Terroralarm: VerdĂ€chtiger soll Kölner Dom ausgespĂ€ht haben. In: rnd.de. 28. Dezember 2023, abgerufen am 29. Dezember 2023.
cite-note-5836. ↑ Terrorismus: Festnahmen in Wesel nach Terrorwarnung am Kölner Dom. In: zeit.de. 26. Dezember 2023, abgerufen am 29. Dezember 2023.
cite-note-5937. ↑ Juri Auel: Silvester: Weitere Ingewahrsamnahmen in Verbindung mit Kölner Terroralarm. In: sueddeutsche.de. 31. Dezember 2023, abgerufen am 1. Januar 2024.
cite-note-6038. ↑ Konstantin Auer, Magdalena Punz: TerrorplĂ€ne zu Silvester: VerdĂ€chtiger nach Wien ausgeliefert. In: Puls 24. 21. Februar 2024, abgerufen am 6. April 2024.
cite-note-6139. ↑ Festnahme eines mutmaßlichen Mitglieds und eines UnterstĂŒtzers der auslĂ€ndischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat (IS)“. Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 19. MĂ€rz 2024, abgerufen am 25. MĂ€rz 2024.
cite-note-6240. ↑ ISIS claims responsibility for attack in busy Moscow-area concert venue that left at least 40 dead. In: CNN. 22. MĂ€rz 2024, abgerufen am 22. MĂ€rz 2024 (englisch).
cite-note-6341. ↑ What We Know About ISIS-K, the Group That Claimed Responsibility for the Moscow Attack. In: nytimes.com. 22. MĂ€rz 2024, abgerufen am 22. MĂ€rz 2024.
cite-note-6442. ↑ Islamic State Group Claims Russia Gun Attack. In: The Moscow Times. 23. MĂ€rz 2024, abgerufen am 23. MĂ€rz 2024.
cite-note-6543. ↑ Andreas RĂŒesch: Terrorangriff in Moskau: Der IS veröffentlicht ein Video zum Anschlag mit 133 Toten, Putin beschuldigt die Ukraine. In: nzz.ch. Neue ZĂŒrcher Zeitung, 24. MĂ€rz 2024, abgerufen am 24. MĂ€rz 2024.
cite-note-6644. ↑ Frankreich ruft höchste Terrorwarnstufe aus
cite-note-6745. ↑ Bundesregierung sieht „abstrakte GefĂ€hrdungssituation“. In: Deutscher Bundestag. Abgerufen am 17. Mai 2024.
cite-note-6846. ↑ deutschlandfunk.de: Terrorgefahr in Deutschland: MĂŒssen wir mit AnschlĂ€gen rechnen? Abgerufen am 17. Mai 2024.
cite-note-6947. ↑ Verfassungsschutz stellt Lagebild Islamismus vor. In: Sicherheit fĂŒr Nordrhein-Westfalen. Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 17. Mai 2024.
cite-note-7048. ↑ [https://zeitung.faz.net/faz/politik/2024-09-09/taliban-gegen-islamischen-staat/1072215.html IS in Afghanistan Taliban gegen „Islamischen Staat“] FAZ vom 9. September 2024, von Friederike Böge, abgerufen am 9. September 2024